kunsterfahrungsblog

ZWISCHEN DEN WELTEN

20. September 2009 · Kommentar schreiben

Tagung

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Ausstellung: „Wahnsinnig schön“

20. September 2009 · Kommentar schreiben

Ausstellung01

Ausstellung02

Ausstellung03

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Kunsterfahrung ohne Praxis?

20. August 2009 · Kommentar schreiben

Der Begriff Kunsterfahrung wird zumeist mit der Bedeutung von Kunstbetrachtung, Beobachtung, Rezeption von Kunst verwendet. So auch in einem Artikel des Kunsthistorischen Instituts der Uni Köln mit dem Titel „Aisthesis und Medium − (In-)Differenzen der Beobachtung von Kunstkommunikation?“. Hier heißt es: „Kunsterfahrung verstehen wir hier nicht als Handlung in Bezug auf Kunst, sondern als Kommunikation durch Kunst.“ Ein sinnvoller kommunikationstheoretischer Ansatz, aber dennoch eine eingeschränkte Sichtweise von Erfahrung, denn durch das eigene Tun erfahre ich weit mehr als bloß durch die Anschauung. Kunsterfahrung, so wie ich den Begriff verwende, ist auch und vorwiegend praktische künstlerische Tätigkeit.

Wie kann mit Rezeption und Kommunikation  allein Kunst so erfahren werden, wie es die KünstlerInnen des Projekts „blau-bleu blue“ machen? Eine Künstlerin sagt: „Eine ungeheuer intensive Kunsterfahrung sei das gewesen. Am Ende des Tages fühlten sich die Frauen nicht selten körperlich so erschöpft, dass sie sich nur noch aufs Schlafen freuten. … Das Spannende daran ist: Aus unterschiedlichen Individuen, die aus unterschiedlichen Regionen stammen, wird eine Gruppe.“

Wer vor Kunstwerken stehen bleibt und quasselt, macht nur eine sehr eingeschränkte Kunsterfahrung.

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Nochmals: tales of a borderline

11. August 2009 · Kommentar schreiben

Die Pressemitteilung mit eindrucksvollen Bildern will ich hier veröffentlichen:

Ausstellung der KULTURFORMENHARTHEIM/Oberösterreich

tales of a borderline

Vernissage: 6. Oktober

Ort: Schloss Hartheim, Schlossstraße 1, 4072 Alkoven

Zeit: 19.00 Uhr

mit einführenden Worten von:

Direktor Dr. Günther Weixlbaumer, Geschäftsführer Institut Hartheim,

Mag. Kristiane Petersmann, KULTURFORMENHARTHEIM

Dr. Dagmar Weidinger, Kunsthistorikerin/Kuratorin

Institut Hartheim ist ein Kompetenzzentrum zur Begleitung von Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung. Als Teil des Instituts hat es sich das Programm KULTURFORMENHARTHEIM zur Aufgabe gestellt, die Kunst von sogenannten Außenseiter/innen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die beiden Galerieräume des Schlosses verstehen sich als Drehscheibe für „Outsider Art“, die einerseits in geeigneter Weise einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll, sowie andererseits wissenschaftlich aufgearbeitet wird.

Angehörige und professionell Tätige stoßen immer wieder an ihre Grenzen, wenn es darum geht, die inneren Gefühlszustände von Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung nachzuvollziehen. Oft ist es den Betroffenen selbst kaum möglich, ihre Gefühle zu artikulieren: Zu diffus, zu undefinierbar ist das, was sich in ihnen abspielt. Wenn Worte nicht reichen, müssen andere Wege der Kommunikation gesucht werden.

Die Ausstellung tales of a borderline will dem oft negativ verstandenen Begriff „Borderline“ positive Aspekte durch den künstlerischen Ausdruck entgegensetzen. Gezeigt werden die Werke von TAMAR WHYTE, ANITA KAISER-PETZENKA, KARIN BIRNER und IRENE APFALTER, vier Frauen aus Österreich, Deutschland und Großbritannien – individuelle

Zeugnisse einer gelungenen Selbstfindung, die ein buntes und vor allem vielseitiges Bild der Erkrankung präsentieren.

Die KULTURFORMENHARTHEIM wollen damit zur Information und Entstigmatisierung der Borderline-Persönlichkeitsstörung beitragen.

Öffnungszeiten:

Mo, Di, Do 9.00–14.00

oder nach persönlicher Vereinbarung:

Tel.: ++43 (0)699 12 57 66 85

e-mail: k.petersmann@institut-hartheim.at oder

dagmar.weidinger@univie.ac.at

Ausstellungsdauer: 31. Jänner 2010

Zeitdruck  2008

Zeitduck

Normsuppe löffeln

Normsuppe löffeln

Obsessing Compulsing no.3

Obsessing Compulsing no.3

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tales of a borderline: eine Ausstellung

11. August 2009 · Kommentar schreiben

Gezeigt werden die Werke von vier Frauen aus Österreich, Deutschland und Großbritannien, individuelle Zeugnisse einer gelungenen Selbstfindung, die ein buntes und vor allem vielseitiges Bild der Erkrankung präsentieren. Die KULTURFORMENHARTHEIM wollen damit zur Information und Entstigmatisierung der Borderline-Persönlichkeitsstörung beitragen

Eröffnung der Austtellung in den KULTURFORMENHARTHEIMSchloss Hartheim, 3.Stock – Schlossstraße 1 – 4072 Alkoven – ist am 6.10. 2009 um 19 Uhr.

Das INSTITUT HARTHEIM in Oberösterreich versteht sich als Kompetenzzentrum für die Betreuung und Begleitung von Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung. Ob das Institut selbständige, aktive künstlerische Praxis der KlientInnen (=Kunsterfahrung) ermöglicht, oder klassische Kunsttherapie durchführt konnte ich nicht herausfinden. Vielleicht wird die Ausstellung Auskunft geben.

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Ein schillernder Begriff

27. Juli 2009 · 3 Kommentare

Kunsttherapie ist ein schillernder Begriff und erfreut sich hoher Beliebtheit. Kunsttherapie begreift sich in erster Linie als Therapie und erst in zweiter Linie als Kunst bzw. Kunsterfahrung.

Die Konnotationen von Kunsttherapie reichen von ArtBrut, Gugging, über Kunst mit Behinderten und Kunsttherapie in allen sozialen Feldern inkl. Gesundheitswesen, Gefängnis  und Schulen, bis zu animatorischen Ereignissen wie „Farbbeutel knallten gegen die Leinwand„.

Schüler mit Kunsttherapiestudenten

Foto: E. Layher

Auf psychology48.com oder  Wikipedia ist zu diesem Thema nachzulesen. Ausbildungorganisationen für Kunsttherapie machen auf ihren Webseiten deutlich, was sie unter Kunsttherapie verstehen: In Deutschland u.a die Fachhochschule Ottersberg, die Alanus Hochschule, in Österreich die Wiener Schule für Kunsttherapie,  der Österreichische Fachverband für Kunsttherapie.

Das Österreichische Kolleg für Kunsttherapie

„erfüllt das Rahmencuriculum des ÖFKG, europäische Ausbildungsstandards und ermöglicht den Abschluß als psychodynamisch orientierte KunsttherapeutIn. Es bietet eine Plattform, Kunsttherapie zukünftig als eigenständiges Verfahren nach dem österreichischen Psychotherapiegesetz zu diskutieren und unterstützt aktiv Bestrebungen einer berufspolitisch gesetztlichen Anerkennung. …  Im künstlerischen Gestaltungsvorgang bekommen sowohl inneres als auch äußeres Erleben individuellen Ausdruck. Dies kann auch als Selbst-Aktualisierungsvorgang bezeichnet werden. Während dieses Vorgangs werden Symbole gebildet, die eine Brückenfunktion zwischen bewussten und unbewussten Inhalten darstellen. In der kunsttherapeutischen Durcharbeitung können diese bewusst gemacht und wieder angeeignet werden, (S. Bulfon)“

Tatsache ist: Es gibt kein einheitliches Berufsbild für Kunsttherapie und eine staatliche Anerkennung für kunsttherapeutische Ausbildungsgänge gibt es bislang auch nicht. Kunsttherapie darf nicht als Psychotherapie bezeichnet werden. Mit der berufspolitischen gesetzlichen Anerkennung geht es neben einer vermeintlichen Qualitätssicherung auch um den Zugang zum therapeutischen Markt.

Große Fragen bleiben offen: Ist Kunst und Leben eine einzige Therapie? Brauchen wir Berufstherapeuten zum „Durcharbeiten“ unserer künstlerischen Gestaltungen? Ist nicht Kunsterfahrung für sich schon ein integraler Bestandteil der Selbst- und Welterfahrung jedes Menschen? Ist nun jeder Mensch – auch der/die Leidende -  ein Künstler / eine Künstlerin, oder bloß ein Objekt für Therapie?

Kunsterfahrung ist Selbsthilfe.

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Baugerüste in Kunsterfahrung verwandelt

26. Juli 2009 · Kommentar schreiben

Die Ausstellung des ehemaligen Gerüstbauers Walter Rüttgen im Caritas Altenzentrum St. Maternus in Köln steht unter dem Titel „Die Geometrie ist die neue Liebe“. Auch Baugerüste können in der Kunst ihren Platz haben. Der Kölner Stadtanzeiger schreibt: „Aus unzähligen geometrischen Formen zusammengesetzte Strukturgewebe, die aus ebenso vielen Farbtönen wie verschiedenen Flächenelementen bestehen. Kräftige Farben, in unendlich vielen Nuancen abgemischt, sind das Grundmaterial. Und damit „baut“ der Maler Stück für Stück ausgetüftelte Bildkompositionen wie einst der Gerüstbauer von unten nach oben seine Gestänge zusammensetzte.“

„Im Grunde lassen sich alle Lebenserfahrungen in Kunsterfahrungen verwandeln“, weiß Rüttgen.

Walter Rüttgen

Walter Rüttgen

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Kunsterfahrung oder Kunsttherapie?

24. Juli 2009 · 3 Kommentare

Der Verein für Kunsterfahrung beschäftigt sich mit Kunsterfahrung und nicht mit Kunsttherapie. Was diese Aussage bedeuten kann, soll mit einer  zwangloser Folge  von Rezensionen über Webseiten umkreist werden, in denen die Begriffe Kunsterfahrung oder Kunsttherapie vorkommen.  Damit will ich einmal die breite Verwendung dieser Begriffe vor Augen führen.

Hier die erste Rezension:

In ihrem Artikel „Der gläserne Kunstkonsument“ beschreibtManuela Ziegler ein Forschungsprojekt über die Wahrnehmungen der Museumsbesucher im Kunstmuseum St. Gallen.

„Sensoren am Zeige- und Mittelfinger sollen während des Rundgangs meinen Puls und meine Hautleitfähigkeit messen – beides sind Indikatoren für emotionale und kognitive Reaktionen auf einzelne Kunstwerke. Wenn meine Hände feucht werden, ist das ein Hinweis darauf, wie stark ich emotional auf ein Bild reagiere, mein Herzschlag zeigt an, ob mich ein Kunstwerk kognitiv beschäftigt. … Im Kern geht es um die Erforschung, wie der architektonische Raum die Psyche der Museumsbesucher beeinflusst.“

„Das Geheimnis von Kunst wird damit für mich nicht gelüftet, der Horizont meiner Kunsterfahrung hat sich indes erweitert.“ resumiert die Autorin.

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John Dewey: Kunst als Erfahrung

29. Juni 2009 · 1 Kommentar

Hier im kunsterfahrungsblog auf diesen Klassiker der Kunsterfahrung Bezug zu nehmen versteht sich von selbst.

Bereits 1934 hat John Dewey  „Art as Experience“ veröffentlicht. Zu diesem kunstphilosophischen Werk ein Auszug aus einer Rezension von Helmut Rath:

„Durch eine jener ironischen Verkehrungen der Geschichte ist die Existenz der Kunstwerke zur Behinderung einer Theorie über sie geworden.“ Das ist eine elementare Wahrheit der gegenwärtigen Ästhetik. Als Träger einer Kunstphilosophie kommt das Kunstwerk selbst nicht mehr in Betracht. Der Werkbegriff ist zerfasert und aufgelöst.

Der Satz ist auch in einer anderen Hinsicht wahr. Er verweist auf den historischen Prozeß der Trennung von Kunst und Leben, der im 19. Jahrhundert kulminierte: die Kunstwerke verschwanden in den Museen, ihre Verbindung mit den realen Lebensverhältnissen riß ab; fortan geisterten sie wie Irrlichter durch das ästhetische Bewußtsein.

Einer der solidesten Versuche, aus dieser Erkenntnis Konsequenzen zu ziehen, stammt von dem amerikanischen Philosophen John Dewey (20. Oktober 1859 – 1. Juni 1952), einem führenden Vertreter des Pragmatismus.

Kunst als Erfahrung: das ist die lakonische Formel für eine Ästhetik, die die Kontinuität zwischen ästhetischem Bewußtsein und alltäglicher Erfahrung wiederherstellen will. Aber nicht auf dem erprobten Weg interpretierender Kunstphilosophie. „Zur Theorie der Kunst können wir nur über einen Umweg gelangen.“ Er besteht bei Dewey in einer weitausholenden Theorie der Erfahrung.

John Dewey’s Internetpräsenz :

Dewey-Center Köln der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, Lehr- und Lernforschung  („learning by dewey-ing“ :-) )

Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe) Demokratiepädagogik im Sinne Deweys Konzeption der Demokratie als Lebensform

Wikipedia

Facebook , eher nix los, aber mit 1179 Fans

Twitter John Dewey alias Brown Eel, der  gern Musik hört und ein interessantes Blog betreibt, in dem John Dewey mit keinem Wort vorkommt

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Psych Pol – ein Psychiatrieblog

17. Juni 2009 · Kommentar schreiben

Psych Pol nennt sich das Blog, das sich mit Psychiatrie* Politik, Ökonomie und Alternativen befasst. Zur Charakterisierung mögen folgende Begriffe dienen :  Betroffenenbewegung, Antipsychiatrie, Psychiatriekritik, Gemeindepsychiatrie, Demokratische Psychiatrie. Das Blog besteht seit ca. 9 Monaten. Die Informationen stammen vorwiegend aus Wien, Niederösterreich und Oberösterreich. Ich wünsche viel Erfolg.

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